Kurzurlaub II

Ich habe bereits einmal über Kurzurlaube gelästert. Am Wochenende war ich nochmal weg. Kurzurlaub. Dieses Mal mit dem Flugzeug. Nur eine knappe Stunde Flugzeit. Herrlich. Aber jeweils ’nen halben tag am Flughafen verbracht. Check-In. Kontrolle. Warten. Warten. Warten. Einkaufen war leider nicht drin, die acht Kilo Handgepäck waren schon ziemlich gut voll und man muss ja auch wieder zurück kommen.

Jetzt bin ich in der Regenerationsphase. Ich erhole mich langsam vom Stress des Urlaubs. Deswegen habe ich auch keinen vernünftigen Post vorbereitet. Aber selbst Schuld, wer hier etwas Gehaltvolles erwartet… Dummerweise warten noch zwei Hausarbeiten darauf, von mir geschrieben zu werden. Deshalb prokrastiniere ich jetzt abwechselnd: Wenn ich die eine nicht schreiben will, schreibe ich an der anderen. Und wenn ich (wie meistens) gar keine schreiben will, schreibe ich hier. Ich ziehe sogar in Erwägung, aus Gründen der Prokrastination Joggen zu gehen. Was ist nur los mit mir?

Der Urlaub hat mich völlig aus der Bahn geworfen.

„Verdammt!“ – Das Stundenplan Puzzle

It’s on again. Das alte Semester ist noch nicht abgeschlossen. Aber die Anmeldung läuft. Für mein viertes Semester. Und los geht’s.
Die größte Herausforderung jedes halbe Jahr ist es, den dämlichen Stundenplan zu erstellen. Abgleichen. Haupt- und Beifach. Welche Veranstaltungen muss ich? Welche Seminare gehen nicht, weil da eine Vorlesung stattfindet? Brauche ich die wirklich?

Verdammt, habe ich jetzt alles für die Orientierungsprüfung? Sind eigentlich die Noten dieser Klausur schon raus?

Verdammt, niemand aus dem Freundeskreis wird diesen Kurs wählen. Aber er ist interessant…Alleine gehen? Ja. Nein? Entscheide ich später!
Gott sei Dank gibt es diesen Kurs als Blockseminar. Sonst wäre es unter der Woche zu viel.

Verdammt, das überschneidet sich mit dem Urlaub. Ist der schon gebucht? Schon bezahlt? Kann man stornieren? Lohnt es sich, das Modul zu schieben? Doch sieben Semester Bachelor machen? Studiere ich überhaupt das richtige? Sollte ich nicht doch…

Verdammt, der Stundenplan treibt mich an den Rand der Verzweiflung. Jedes. Semsester. Wieder.

Na ja. ich mache dann mal weiter. Anmeldung läuft nur noch drei Wochen. Ob ich das wohl schaffe?

Verdammt.

Warum ich niemals Blogger werde

Ist zunächst einmal recht offensichtlich. Weil ich maximal Bloggerin werden kann. Aber die männliche Form sieht im Titel einfach besser aus.

Doch, so Leid es mir tut, nicht einmal das kann ich werden. Dazu fehlt es mir einfach an allen Ecken und Enden. Zum Beispiel an Talent zur Selbstdarstellung. Wer einen Blog „erfolgreich“ führen möchte, muss sich präsentieren. Auf allen Social Media Seiten. Nicht im realen Leben. Das ist ja nicht wichtig.

Außerdem hab ich mir die falsche Thematik ausgesucht. Schreiben um des Schreibens Willen. Pfui. Wo ist die Mode? Wo die Affiliate Links? Wo sind die sorgfältig bearbeiteten Fotos? Nicht mal ein WordPress-Profilbild habe ich mir zugelegt. Grauenhaft. Ich frage mich gerade ernsthaft, warum du diesen Text liest. Auf dieser Website. Ja, genau du. Eigenverantwortung kennste, ne?

Ich reise auch nicht. Also, nicht online. Gerade erst war ich Skifahren. Aber ich habe meine „Community“ leider nicht dazu eingeladen. Könnte daran liegen, dass es sie nicht gibt. Aber du weißt ja, was ich meine. Es geht ums Prinzip.

Mir ist auch aufgefallen, dass ich gar nicht die Zeit habe. In einen Blog so viel zu investieren, dass er „groß“ wird. Ich hab ja noch ein Studium an der Backe. Und andere Hobbys.

Und damit bleibt schreibfischchen was es ist. Klein und knuffig. Und bösartig. Manchmal. Und es stört niemanden, wenn der wöchentliche Post dem Stress zum Opfer fällt. Oder meiner Faulheit.

Falls jemand wissen möchte, wie alles angefangen hat: Hier ist der Link zu meinem ersten Beitrag auf diesem Blog.

Themenmonat #4: Die Zukunft

Ist es denn zu fassen? Wir läuten dann jetzt die letzte komplette Februar-Woche ein. Und damit auch die letzte Woche des Themenmonats. Und was eignet sich besser, um ein solches Projekt abzuschließen, als einen kleinen Blick in die Zukunft zu wagen? Und genau das ist auch der Gedanke diese Woche:

Was stelle ich mir für meine berufliche Zukunft vor? Welche Wünsche habe ich, welche Ziele? In welche Richtung soll es gehen?

(Und weil ich es irgendwie heute nicht schaffe, meine vorherigen Posts unauffällig thematisch einzubinden, hier ist der Post zur ersten, hier der zur zweiten und hier der zur dritten Woche)

Je länger ich Teil des Themenmonats bin, desto weniger habe ich das Gefühl, geeignet zu sein, diese Fragen zu beantworten. Denn schon wieder muss ich mir meine Planlosigkeit eingestehen. Ich habe eigentlich keine Ahnung, was ich später mal machen möchte. Irgendwas mit Medien, halt. Viele meiner Bekannten sehen mich im Fernsehen. Da will ich aber eigentlich gar nicht unbedingt hin. Ins Radio erst recht nicht. Und Zeitung…Gott, bleibt mir fern mit Print-Journalismus!
Was bleibt dann noch groß übrig? Aktuell kann ich mir eventuell etwas in Richtung Unternehmenskommunikation vorstellen. Also, PR und so. Oder ins Management. Irgendwohin, wo ich wichtig bin. Nicht unbedingt wichtig im Sinne von Chef-Sein. Viel mehr wichtig im Sinne von gebraucht. Ich möchte das Gefühl haben, in meinem Job unentbehrlich zu sein. Für meine Chefs und meine Kollegen. Und ich glaube, dann ist es nicht mehr so wichtig, welcher exakte Fachbereich das ist. Ich sollte nur bis zum Ende meines Studiums herausgefunden haben, was ich so gut kann, dass ich mich damit unentbehrlich machen könnte. Hab‘ noch nichts gefunden. Es sind ja aber auch noch ein paar Semester.

Natürlich könnte ich auch Bloggerin werden. Ich studiere schließlich Irgendwas mit Medien. Es gäbe also wirklich keinen besseren Beruf für mich!  Diese Stelle des Posts möchte ich nutzen, um schamlose Eigenwerbung zu schalten, denn nächste Woche um diese Zeit werde ich mich ausführlichst darüber auslassen, wieso ich sicher niemals Bloggerin werde. Also, so richtig. Professionell.
Vielen Dank, liebe Änschie, dass ich bei deinem Themenmonat mitmachen durfte! Ich hoffe, man hatte wenigstens ein bisschen Spaß beim Lesen. Das Schreiben hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Vielleicht sollte ich meine Zukunft auf „Irgendwas mit Schreiben“ verlegen.

 

 

Was genau treiben wir hier?

Bei dieser Reihe handelt es sich um einen Themenmonat, ins Leben gerufen von Änschie. Jede Woche im Februar wird ein Beitrag zum Thema Studium oder Ausbildung (je nach Blog) erscheinen. 

Wer mischt mit?
Beteiligt sind verschiedenste Bloggerinnen und Blogger. Hier sind sie alle verlinkt:

Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall!

Was kommt noch?
Nichts mehr…Es ist vorbei!

 

 

Themenmonat #3: Motivation…?

Mittendrin, im Februar. Gott sei Dank schon fast durch. Ich warte sehnsüchtig auf den März. Auf ruhigere Zeiten. Die Uni ist doch gerade sehr stressig. Klausurenphase. Hausarbeiten. Projektabgaben oder Best-Of-Vorbereitungen. Welch ein unglaublich zufälliger Zufall, dass ich gerade mit diesem Thema an die dritte Woche des Themenmonats anschließen kann. In der ersten Woche ging es um meinen Weg zum Studium „Irgendwas mit Medien“ und in der zweiten um meine Erwartungen.

Und heute also die Beschäftigung mit der großen Frage nach der Motivation.
Wo nehme ich die Motivation her? Fürs Lernen, fürs Weitermachen, für den Haushalt. Wie gehe ich mit Zweifeln bei Fehlschlägen um? Wie motiviere ich mich dann zum Weitermachen?

Zunächst sei gesagt, ich bin nicht von zu Hause ausgezogen, wie die meisten wissen dürften. Daher entfällt der Teil mit dem Haushalt. Und im Prinzip kann ich die anderen Fragen auch nicht so wirklich beantworten.

Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich mich zu fast allem motivieren. Wobei, realistisch betrachtet müsste man eher von „zwingen“ sprechen. Ich kann mich recht problemlos dazu zwingen, eine Woche lang um 5 Uhr aufzustehen und bis 24 Uhr wach zu bleiben um das Pensum in der Klausurenphase zu erfüllen. Ich kann mich auch dazu zwingen, 12 Stunden mehr oder weniger am Stück durch zu lernen. Die Frage ist eben, ob das mit Motivation gleichzusetzen ist.

Eher nicht.

Was ist also dann meine Motivation?
Ich will nicht lügen – einen Teil meiner persönlichen Leistungen sind immer davon getrieben, dass ich nicht versagen will. Egal was ich tue, ich will es zu Ende bringen und ich will es verdammt noch mal gut haben. Sehr gut. Perfekt. Kann man mir Perfektionismus vorwerfen? Ich denke schon. Der ist auch durchaus eine meiner zentralen Antriebskräfte.
Was noch? Es muss doch noch mehr geben…
Es ist das Lernen. Ich lerne gern. Oh je, wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ich das sagen würde. Aber so ist es. Ich will Wissen ansammeln, ich will Wissen. Und Medien interessieren mich. Ihre Wirkung auf die Gesellschaft. Ihre Praktiken. Kommunikation. Alles mein Ding. Es interessiert mich also wirklich. Damit unweigerlich verbunden ist die Enttäuschung, die ich schon letzte Woche kundgetan habe. Dass ich finde, ich kann nicht genug, oder nicht das Richtige lernen. Und trotzdem beginne ich jedes Semester, jede Vorlesungsreihe mit derselben naiven Hoffnung, sie würde meinen Wissensdurst stillen.
Aber, ich bleibe ehrlich. Das Lernen ist wesentlich mehr Zwang durch Perfektionismus, als der Wunsch nach Wissen. Ich würde sagen, so 99 zu 1%. Weil es eben Auswendiglernen ist. Kein Verstehen.

Aber genug zum ersten Teil der Frage geschwafelt.
Wie gehe ich mit Zweifeln und Fehlschlägen um?
Natürlich habe ich oft an der Wahl meines Studiengangs gezweifelt. Und das tu‘ ich bisweilen heute noch. Zwischendurch war ich auch überzeugt davon, ich würde danach doch noch Lehramt studieren. Aber mein Studium habe ich deswegen nicht abgebrochen. Da ist er wieder, der verpflichtende Perfektionismus. Ich werde diesen Bachelor zu Ende machen. Komme was da wolle. Und wenn ich danach etwas anderes machen möchte, weil ich merke, es war die falsche Entscheidung? Dann habe ich das Glück, ein G8-Kind zu sein. Ein frühes noch dazu. Ein zweites Studium dürfte kein Problem sein. Aber abgebrochen wird nicht.

Und wir motiviere ich mich im Zweifelsfall?
Mit Zukunftsaussichten. Die können sehr kurzfristig sein. Aktuelles Beispiel: In weniger als 24 Stunden habe ich die letzte Klausur hinter mir! (Stand: Dienstag Abend, 20:33 Uhr). Oder: In zweieinhalb Wochen ist der Februar endlich vorbei. Und am 31. März sind spätestens die Hausarbeiten durch. Dann ist alles durch. Endlich.
Und, wenn es mal richtig scheiße läuft, dann: Noch drei Semester Regelstudienzeit, dann habe ich meinen Bachelor. Oder, kurz vor der Prüfung: Innerhalb der nächsten fünf oder sechs Semester schaffe ich das bestimmt…
Na ja, ich denke, das Prinzip ist klar. Das ist vielleicht nicht die positivste Motivation, aber es ist eine Art davon. Und darauf kommt es ja an.

Noch ein kurzes ernstes Wort an dieser Stelle: Ich meckere gern, ich beschwere mich bei wirklich jeder Gelegenheit. Aber es gibt eine ganze Menge Dinge für die ich morgens aufstehe. Tolle Menschen. Tolle Hobbys. Und manchmal. Also, wirklich ganz ganz selten, stehe ich sogar motiviert für mein Studium auf. Also wirklich. Ganz selten.

 

 

Was genau treiben wir hier?

Bei dieser Reihe handelt es sich um einen Themenmonat, ins Leben gerufen von Änschie. Jede Woche im Februar wird ein Beitrag zum Thema Studium oder Ausbildung (je nach Blog) erscheinen. 

Wer mischt mit?
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Was kommt noch?
Ein kleiner Teaser für nächste Woche:
Zukunftsaussichten. Wo will ich hin? Wie? Warum?
Das wird sicher spannend. Immerhin weiß ich das alles selbst noch nicht so genau…

 

 

Themenmonat #2: Erwartungen

Die Woche ist schneller verflogen, als man denkt, und schon geht es weiter mit dem Themenmonat rund um Studieren (oder die Ausbildung). Wer nochmal meinen letzten Beitrag lesen will, ich dem ich kurz umreiße, wie ich ausgerechnet zu „Irgendwas mit Medien“ kam, hier entlang, bitte.

Heute folgt ein wenig Selbstreflexion. Ist man ja gar nicht gewohnt. Hier so viel Tiefsinn zu lesen: Wurden die Ansprüche ans Studium (bisher) erfüllt? Wurde man enttäuscht?

Da ich mir zu Beginn meines Studiums eigentlich gar nicht sicher war, was mich erwarten würde, kann ich auch nur schwer sagen, welche dieser Erwartungen sich erfüllt haben. Man kennt das Prinzip. Wer seine Erwartungen niedrig hält, kann nicht enttäuscht werden…

Den höchsten Anspruch hatte ich wohl an mich selbst und die Entwicklung meiner verqueren Persönlichkeit, als ich mit dem Studium begann. Ihr wisst schon. Ausziehen. Selbstständig werden. Und so. Das hat ja alles ganz wunderbar funktioniert. Denn ratet mal, wer immer noch zu Hause wohnt und jeden Tag anderthalb Stunden zur Uni fährt, und wieder anderthalb Stunden zurück? Richtig – ich. An dieser Stelle sei gesagt: Die Gründe aus denen ich mich fürs Pendeln entschieden habe, sind es mir wert und ich bin überzeugt davon, dass dies die beste Lösung ist. Aber das hält mich selbstverständlich nicht vom Meckern ab.

Natürlich habe ich mich durchs Studium entwickelt. Ich bin spontaner geworden. Habe wunderbare neue Freunde gefunden (ja, es gibt tatsächlich auch Menschen, die es mit mir aushalten). Bin aus meiner Comfort-Zone. Und hab sie erheblich erweitert. Aber es sticht. Jedes Mal, wenn ich entsetzt gefragt werde: „Und willst du nicht umziehen?“.
Oder: „Und du wohnst noch zu Hause?!“
Ja. man stelle sich vor. Man kann auch selbstständig sein und noch bei seinen Eltern wohnen. Let’s be realistic. Da ich meistens mit der Fahrerei ohnehin um die 12 Stunden am Tag unterwegs bin, bekommen meine Eltern auch nicht so viel von mir mit.

Inhaltliche Erwartungen kamen dann eigentlich erst während des Studiums. Und da ich nun bereits mit der grenzenlosen Weisheit eines Fast-Viertsemestlers auf die Welt blicke, kann ich immerhin schon knapp die Hälfte meines Bachelors reflektieren. Mensch, da fühl‘ ich mich plötzlich alt…
Was mir nach wie vor gut gefällt ist, dass wir für eine Uni unglaublich viel Praxisbezug haben. Wir drehen eigene Filme, nehmen Radiosendungen und Podcasts auf und so weiter. Da sind wir allerdings immer ziemlich auf uns allein gestellt. Das kann gut sein. Weil man alles ausprobieren kann. Blöd nur, wenn man dann nicht mi dem Ergebnis zufrieden ist. Weil der Prof nicht geholfen hat. Und das Feedback leider erst vor der allerletzten Podcast-Folge kommt. Und ich beziehe die Zufriedenheit nicht auf die Note. Sondern auf das Produkt. Es ist zum Kotzen, wenn man nach monatelanger Arbeit nicht glücklich mit dem Resultat ist. Und der Dozent es nicht geschafft hat, mal zwischendrin den Hintern hoch zu kriegen und sich zu äußern.

Was mich zugegebener Maßen aktuell ein wenig enttäuscht, ist der geringe Anspruch meines Fachs. Bitte nicht falsch verstehen. Klausuren dürfen gerne easy sein. Ich spreche von dem Anspruch des Fachs an sich selbst und damit auch an die Qualitäten der Studierenden. Ich habe oft den Eindruck, es wird tatsächlich einfach „Irgendwas mit Medien“ gelehrt. Mir fehlt die Herausforderung. Ich will keine Anwesenheitspflicht durch Listen. Ich will, dass mich eine Vorlesung so zum Mitdenken anregt und fordert, dass ich da sein möchte, um alles zu verstehen. Nicht im BWL-Style, da kommt auch keiner. Das ist langweilig. Nein, ich suche nach genau dem richtigen Maß an Herausforderung und Lässigkeit. Dass dieses Maß individuell ist, ist mir schon klar. Aber etwas mehr wissenschaftlicher Anspruch wäre schon schön. Dann würde „Lernen“ nämlich nicht stures Auswendiglernen von Stichpunktlisten heißen, sondern logisch nachdenken, Schlüsse ziehen, Verknüpfungen herstellen. Erfolgserlebnisse, wenn man etwas wirklich verstanden hat. Und mein Abitur-Ich würde mich jetzt erwürgen wollen. Aber ich vermisse es, „richtig“ zu lernen. Mich hinzusetzen und mich in einen Stoff einzuarbeiten, ihn wirklich zu durchdringen und zu einem tieferen Verständnis zu kommen. Den „Aha-Effekt“ erleben. Diesen einen Moment, in dem einem klar wird, wie einfach eigentlich diese lächerlichen Hypothesentests sind. Zum Beispiel.
Da – das muss ich ehrlich sagen – bin ich tatsächlich schlichtweg enttäuscht. Aber vielleicht liegt das an der Uni an sich. Oder daran, dass ich eben eine Geisteswissenschaft studiere. Keine Sozial- oder Naturwissenschaft. Aber da hatte ich mir einfach mehr erhofft. Natürlich hat das Tempo im Vergleich zum ersten Semester ordentlich angezogen. Aber es bleibt bei plumper Wiederholung des Stoffs. Bulimie-Lernen vom Feinsten. Und das parallel für fünf Klausuren. #lovemylife

Nun, das war ein etwas negativer Blick auf mein Studium. Man darf nicht vergessen, dass es mir trotz allem großen Spaß macht und ich nach wie vor überzeugt bin, das richtige gewählt zu haben. Oder zumindest nicht das völlig falsche. Denn es hätte mehrere „richtige“ Studiengänge für mich gegeben. Ich meckere auf hohem Niveau. Das ist mir bewusst. Aber ich meckere nun mal zu gerne. Und hier wurde ich geradezu dazu aufgefordert…

Was genau treiben wir hier?

Bei dieser Reihe handelt es sich um einen Themenmonat, ins Leben gerufen von Änschie. Jede Woche im Februar wird ein Beitrag zum Thema Studium oder Ausbildung (je nach Blog) erscheinen. 

Wer mischt mit?
Beteiligt sind verschiedenste Bloggerinnen und Blogger. Hier sind sie alle verlinkt:

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Was kommt noch?
Ein kleiner Teaser für nächste Woche:
Motivation. Schönes Thema, um in der Prüfungsphase zu schreiben. Aber ich werde es trotzdem tun. Wie gelingt es mir, meine Motivation immer neu zu finden? Wie schaffe ich es nur, immer dieser sprudelnde Quell voll Lebensfreude und Energie zu sein? Gar nicht? Könnte natürlich sein. Wir werden es in einer Woche herausfinden. Wenn ich es schaffe, mich zum Schreiben zu motivieren.

 

Themenmonat #1: Wie alles begann

Wieder ist es Änschie die dafür sorgt, dass hier auf meinem Blog etwas passiert. Dieses Mal ist es ein Themenmonat. Worum geht es? Ums Studieren. Bei anderen um die Ausbildung. Und bei mir eben um „Irgendwas mit Medien“.

Im Februar wird jede Woche ein Beitrag zu diesem Thema online gehen. Nicht nur hier bei mir sondern auch auf zahlreichen anderen Blogs. Und auch da lohnt sich ein Blick. Über den Tellerrand und so.

Aber jetzt zunächst mal:
Wie fand ich zum Studieren und welche Vorstellungen hatte ich?

Aaaalso. Dass ich studieren will, wusste ich schon lange. Getreu der Einstellung „Ich quäle mich durch dieses sche*ß Abitur, dann geh‘ ich auch an die Uni!“, machte ich mich dann während meiner letzten beiden Schuljahre auf die Suche nach einem passenden Studiengang.

Unglaublich, aber wahr – ziemlich lange hatte ich vor, Lehramt zu studieren. Und nach wie vor hadere ich ein bisschen damit, dass ich nicht Geschichte studiert habe. Denn – auch wenn man es mir vermutlich nicht unbedingt zutraut – dafür kann ich mich noch immer begeistern. Wer weiß, ob ich nicht noch Geschichte und Politik auf Lehramt studiere, wenn ich meinen Medien-Bachelor habe…

Aber ich schweife ab. In Baden-Württemberg gibt es (zumindest an meiner ehemaligen Schule) den „Studientag“, an dem die Unis ihre Türen für die neugierigen Schüler öffnen und Werbung für ihre Studiengänge machen. Ich fuhr damals, in der elften Klasse, mit meinem älteren Bruder an die Uni, an der er schon seit einem Jahr studierte. Also mehr oder weniger studierte. Eher weniger.

Eigentlich wollte ich mir die Lehramt-Werbe-Veranstaltung gönnen. War aber dann schon recht voll. Die (mehrheitlich) Damen standen bis nach draußen auf die Treppen, die zu den hinteren Hörsaaleingängen führten. Im Wesentlichen ging ich dann einfach mal eine Tür weiter in den nächsten Hörsaal. Dort wurde „Irgendwas mit Medien“ vorgestellt. Noch währenddessen wurden meine Augen immer größer und leuchtender. Es war Liebe auf den ersten Vortrag.

Vorsichtshalber bewarb ich mich dann noch auf einen ähnlichen Studiengang an einer anderen Uni. Zusagen erhielt ich für beides, aber mir war klar, wenn ich die Chance habe, studiere ich „Irgendwas mit Medien“
Nun noch ein paar Sätze zu meinen Vorstellungen.

Von den Studieninhalten selbst hatte ich eigentlich so gar keine richtige Vorstellung. Was man am Studientag hört, ist eben tatsächlich mehr oder weniger Werbung, ohne dass gesagt wird, was eigentlich gelehrt wird.

Und so begann ich also mein Studium. Jung. Naiv.

Und heute? Bin ich ein Jahr älter. Also immer noch jung. Und beginne jedes Semester mit der gleichen Naivität.

 

Was genau treiben wir hier?
Wie gesagt, handelt es sich um einen Themenmonat, ins Leben gerufen von Änschie. Jede Woche im Februar wird ein Beitrag zum Thema Studium oder Ausbildung (je nach Blog) erscheinen. 

Wer mischt mit?
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Was kommt noch?
Ein kleiner Teaser für nächste Woche:
Konnten meine unglaublich hohen Ansprüche erfüllt werden? Welche tiefen und persönlichkeitsverändernden, hochdramatische Enttäuschungen musste ich in meiner Studienzeit bereits durchleben? Wir werden sehen…